Hindu-Tempel

August 2, 2006

Am Anfang wurde erstmal das Gepaeck durchsucht, anschliessend musste man die Kameras abgegeben, Fotos sind im Tempelinnern verboten. Nachdem dann auch die Schuhe ausgezogen und abgegeben waren, durften wir rein. Beziehungsweise zum Gebet: 108 (wie im Hinduismus ueblich) Platten lagen vor uns, und auf jeder sollte das Mandra “

Hare Krishna Hare Krishna

Krishna Krishna Hare Hare

Hare Rama Hare Rama

Rama Rama Hare Hare

gesagt werden. Wobei die Aussprache von  Hare stark an ein Hey errinnert. Da Ueberholen unmoeglich war machten auch alle Besucher mit. Anschliesend wurden wir in einen genau vorgegebenen Weg durch die Tempelanlage geschleust. Der Tempel war entweder ganz oder groesstenteils neu errichtet. Der Tempel war gut besucht und, sagen wir, stark belebt. In der Haupthalle gab es einen Buchgeschaeft mit doch recht engagierten Haendlern; es gab ebenso engagierte Spendensammler und sehr viele indische Familien die sich in der Halle niedergelassen hatten. Die Familien unterhielten sich zum Teil recht angeregt, Kinder schriehen, am Hauptheiligtum wurde im Hintergrund gerade gebaut, waehrend vorne dran ein Moench irgendwelche Zeremonien durchfuehrte, die nur durch sein gelegentliches Kratzen an Nase oder am Haupthaar unterbrochen wurden. Fuenf Minuten spaeter, nach getaner Arbeit liess er sich dann in einem Plastiksessel nieder, ueberkreuzte die Beine und und erfreute sich der Armlehnen. Aus dieser im doch um einigeres behaglicheren Position beobachtete er das rege Treiben um sich herum.

Nach der Haupthalle kam dann eine grosse Shopping und Gastronomiezeile: es gab Postkarten, Devotionalien, Lebensmittel, Kleider, Imbisse, ein Restaurant, Biolebensmittel ein Kino und einiges mehr.

Insgesamt erinnerte mich der Tempel mehr an einen grossen Marktplatz als an eine europaeische Kirche. Das ist aber nicht abwertend gemeint: immerhin wird dort gelebt, und vielleicht steht der lockere Umgang mit dem Tempel ja auch fuer einen freieren und ungezwungeneren Umgang mit Religion. Sicherlich sind die ganzen Geschaefte darauf aus Geld zuverdienen,  aber dafuer gibts es ja auch keine Kirchensteuer… Und der Tempel foerdert ja nicht nur oekologische Landwirtschaft, betreibt ein Programm zum Schutz der Kuh, sondern bietet auch 120.000 Kindern seiner Umgebung auch ein kostenloses Mittagessen an. 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s